Leistungen

Strafverteidigung

Die individuelle Strafverteidigung ist der Kern der strafrechtlichen Tätigkeit von Rechtsanwalt Ulrich Kerner. Wenngleich bis zur Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt, greifen die Staatsanwaltschaft und die Polizei häufig bereits im Ermittlungsverfahren massiv in die Rechte der Beschuldigten ein, sei es durch eine Hausdurchsuchung, Beschlagnahme, Verhaftung oder der Arrestierung des Vermögens, um einige Zwangsmaßnahmen der Ermittlungsbehörden zu nennen. Hier hilft häufig nur eine engagierte Strafverteidigung, um die Freiheit des Einzelnen vor ungerechtfertigten Eingriffen zu schützen. Rechtsanwalt und Strafverteidiger Ulrich Kerner wird in diesem Verfahrensstadium die Maßnahmen auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen und gegebenenfalls gerichtlich angreifen und überprüfen lassen. Daneben richtet sich in diesem Verfahrenszeitpunkt der Fokus darauf, dass die Ermittlungsorgane das Verfahren nach Möglichkeit mangels hinreichendem Tatverdacht wieder einstellen, oder von der Verfolgung wegen Geringfügigkeit absehen bzw. das Verfahren bei Erfüllung von Auflagen oder Weisungen einstellen. Ob und wann bereits im Ermittlungsverfahren oder im anschließenden Zwischenverfahren eine Einlassung, d.h. eine Stellungnahme zum Tatvorwurf, abgegeben werden soll, kann erst nach erfolgter Akteneinsicht und einer umfassenden Ermittlung des Sachverhalts sowie Prüfung des materiellen Tatvorwurfs entschieden werden. Eine frühe Einlassung kann manchmal das Verfahren beenden. Häufig erweist es sich jedoch als besser, zunächst zu schweigen und die mögliche Eröffnung eines Hauptverfahrens abzuwarten. Eine Einlassung zu einem frühen Zeitpunkt bedarf grundsätzlich einer besonders sorgfältigen Prüfung.

Wird das Hauptverfahren eröffnet, konzentriert sich die Strafverteidigung auf die Vorbereitung der Hauptverhandlung. In der Hauptverhandlung hat der Strafverteidiger etliche Möglichkeiten, auf den Ausgang des Verfahrens Einfluss zu nehmen. Aber auch die Angeklagten haben Äußerungs- und Mitwirkungsrechte, um den Gang der Hauptverhandlung mit zu bestimmen. Bei der Erarbeitung der Verteidigungsstrategie werden Sie als Mandant maßgeblich einbezogen.

Kommt es zu einer Verurteilung, kann grundsätzlich das Urteil mit Rechtsmitteln angegriffen werden. Zunächst ist jedoch sorgfältig zu prüfen, ob ein Rechtsmittel erfolgsversprechend sein kann und zu einer gewünschten Abänderung des Urteils führen mag. Insbesondere die Anforderungen an eine Revisionsbegründung sind mittlerweile äußerst hoch, so dass eine sorgfältige juristische Arbeitsweise unumgänglich ist. Mitunter kann es auch von Vorteil sein, wenn ein Urteil wegen des damit verbundenen Strafklageverbrauchs rechtskräftig wird.

Mediale Prozessbegleitung

Regelmäßig werden Strafverfahren von einem enormen öffentlichen Interesse begleitet, sei es aufgrund der Ungewöhnlichkeit der Tat, der öffentlichen Bekanntheit der beteiligten Personen oder im Rahmen reißerischer Artikel der Regenbogenpresse. Eine solche Medienaufmerksamkeit belastet über das normale Strafverfahren hinaus – das bereits für die meisten Menschen eine große Belastung darstellt – die Beschuldigten bzw. Angeklagten in ganz erheblichem Maße, da es häufig mit einer massiven Vorverurteilung in der öffentlichen Wahrnehmung einhergeht. Hier kann eine gezielte Pressearbeit die öffentliche Berichterstattung im Sinne des Mandanten positiv beeinflussen. Da sich die Pressestellen der Gerichte und der Staatsanwaltschaft mit zunehmender Häufigkeit gegenüber den Medien mit Details aus einzelnen Strafverfahren äußern, ist mitunter eine effektive Pressearbeit seitens der Strafverteidigung zur Wahrung des Gleichgewichts unabdingbar. Rechtsanwalt und Strafverteidiger Ulrich Kerner verfügt über eine langjährige Erfahrung im Bereich der Öffentlichkeits- und Pressearbeit, die er im Rahmen seines ehrenamtlichen Engagements gewonnen hat.

Nebenklagevertretung

Wenn Sie Opfer einer nebenklagefähigen Straftat geworden sind, steht Ihnen das Recht zu, als Nebenklägerin oder Nebenkläger im Strafprozess aufzutreten. Als Opfer einer Straftat fühlen sich viele Menschen als reines Objekt des Strafverfahrens, wenn sie als Zeugin oder Zeuge im Gerichtssaal vor den Augen des Täters aussagen müssen. Als Nebenklägerin oder Nebenkläger sind Sie nicht mehr bloßes Objekt des Strafverfahrens, sondern werden zu einem Beteiligten des Strafverfahrens, mit dem Recht eigene Anträge zu stellen und gegen den Schuldspruch des Urteils Rechtsmittel einzulegen. Da der juristische Laie mit der Vielzahl der Verfahrensvorschriften des Strafprozesses nicht vertraut ist – und bei ihrer Kompexität nicht vertraut sein kann – ist zur effektiven Wahrnehmung der Rechte eines Nebenklägers ein anwaltlicher Beistand nahezu unerlässlich. Nebeklagefähige Delikte sind insbesondere Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung, alle vorsätzlichen Körperverletzungsdelikte, versuchter Mord oder versuchter Totschlag, alle Freiheitsdelikte, aber auch einige Vermögensdelikte. Im Falle einer Tötung sind die Eltern, Geschwister, Kinder, Ehegatten und eingetragene Lebenspartner des Verstorbenen nebenklageberechtigt.

Zeugenbeistand

Das Recht des Zeugen auf einen Zeugenbeistand ist weder in der Strafprozessordnung noch anderswo gesetzlich geregelt. Das Bundesverfassungsgericht hat jedoch in einer Entscheidung aus den Siebziger Jahren entschieden, dass der Ausschluss eines Zeugenbeistandes das Recht auf ein faires Verfahren als Ausdruck des Rechtsstaatsprinzips verletzen kann. Denn der Zeuge, der nicht Partei des Strafverfahrens ist, darf nicht zum bloßen Subjekt des Verfahrens degradiert werden. Die Aufgabe des Strafverteidigers ist es hier, dies auch im konkreten Fall sicher zu stellen.